Donnerstag, 1. Juni 2006

THE VILLAGE - ein Dorf vor dem Wald 6

Dorfschule und neue Verwandte:

Meine Tante Irmgard heiratete, als ich acht Jahre alt war. Die Hochzeit fand vierzehn Tage vor meinen Sommerferien statt, und meine Eltern trafen eine ungewöhnliche Übereinkunft mit der Schulleitung. Ich sollte diese vierzehn Tage schulfrei bekommen, wenn ich im Gegenzug vierzehn Tage in der Dorfschule von Daarau verbringen würde (ich sage absichtlich „verbringen“, denn von Lernen konnte keine Rede sein). Ich weiß bis heute noch nicht, wie meine Eltern auf so etwas kommen konnten und dass es überhaupt möglich war. Anscheinend gab es damals nicht soviel Bürokratie wie heute.

Und tatsächlich verbrachte ich nach der Hochzeit, die übrigens grandios und ländlich bombastisch mit allem Zeugs war, vierzehn Tage in der Schule des Dorfes, einem schmucklosen zweigeschossigen Bau aus roten Backsteinen. Hier wurden die Kinder unterrichtet, und zwar immer vier Klassen in einem. Die Jüngsten saßen mehr vorne, und die Älteren mehr hinten.
der ernst des lebens...
Die anderen Kinder machten auf mich fast ausnahmslos einen ziemlich blöden Eindruck. Gegen die war ich wirklich superintelligent. Ich konnte fließend von der Tafel lesen, während die anderen sich einen abstammelten, und ich konnte einigermaßen gut schreiben bis auf die Flüchtigkeitsfehler, die wohl meiner Faulheit zuzuschreiben waren. Jedenfalls erlebte ich eine herrliche Zeit, denn ich war endlich einmal die Klügste und die Beste in der Klasse, und das obwohl ich keinen Finger krumm machte. Meine Hausaufgaben erledigte ich so flüchtig und schnell, dass ich es auch hätte sein lassen können. Aber mich zwackte deswegen wohl ein schlechtes Gewissen, denn als die Frau Lehrerin meine Oma besuchte, da verzog ich mich in den Garten, ich hatte Angst, es könnte herauskommen, dass ich nachmittags kaum Hausaufgaben machte.

Das waren die vierzehn Tage in der Dorfschule, aber viel interessanter war der Mann meiner Tante Irmgard. Er hieß Friedhelm und stammte aus einer schlesischen Familie, die am unteren Ende des Unteren Dorfes wohnte. Die Familie war sogar unter den recht toleranten Verhältnissen von Daarau ein bisschen unter Limit. Sie waren eben sehr arm, sie waren Schlesier, sprachen irgendwie komisch und hatten auch gar keine Verwandten im Dorf. Ich schätze mal, sie hatten den gleichen Status wie die Familie meiner Mutter, als sie gen Ende des Krieges hier im Dorf strandete, nur war es dieser schlesischen Familie nicht gelungen, irgendwie aufzusteigen.

Ich mochte meinen neuen Onkel. Er war sehr freundlich zu mir, hatte ein gutmütiges Wesen und lachte gerne und oft. Und auch seine Familie fand ich äußerst faszinierend, denn sein Vater, ein kleiner dünner Mann, hatte überhaupt keine Nase, nur zwei Löcher dort, wo die Nase hätte sein sollen. Er hatte sie im Krieg irgendwie verloren. Zuerst schüchterte mich diese fehlende Nase ziemlich ein, sie zog mich aber auch magisch an, bis ich gar nicht mehr darauf achtete, denn er war einfach toll, dieser kleine Schlesier – genannt Vattel Kosta – mit seinen seltsamen Sprüchen.

Zum Beispiel sagte er oft: „Du LÄRRRGE!“ Ich weiß bis heute nicht, was er damit meinte. „Du LÄRRRGE, du bist een scheenes meedele“, sagte er oft zu mir, und ich fühlte mich natürlich ungemein geschmeichelt, denn eins wusste ich, ich war nicht schön, dafür waren meine Gesichtszüge zu unbedeutend und zu ausdruckslos, gut meine Farben waren schön, das Blonde mit den blauen Augen, aber sonst? Egal... Diese schlesische Familie bestand aus Vattel Kosta, Muttel Kosta, dem ältesten Sohn Hartmut, dem mittleren Sohn Friedhelm, kurz Friedel genannt und dem jüngsten Sohn Volker. Volker war ein wirklich hübscher Kerl. Als ich ihn zum erstenmal sah, war er 17 Jahre alt, aber irgend etwas fehlte an ihm, um mein Interesse nachhaltig wecken zu können. Dennoch war er gewaltig hübsch, und er war ein richtiger Aufreißertyp mit vielen wechselnden Freundinnen. Auch sein ältester Bruder Hartmut war nicht ohne. Auch er sah gut aus mit seinem breiten slawischen Gesicht, und auch er verschmähte das weibliche Geschlecht nicht, er hat übrigens nie geheiratet, und Jahre später wurde er von einem meiner in Nürnberg lebenden Onkel als „Dorfpapagalli“ bezeichnet.

Ende Teil 6

Nichts besonderes

Kam voll in den Regen, War mir aber egal, ich wollte nur schnell nach Hause. Fatal, wenn man keinen Schirm mitnimmt...

12 Grad auf dem Thermometer draußen, aber ich bin nicht mehr nass, sondern kuschelig warm und trocken.

thermometer

Eben erschien kurz die Sonne, und ich fotografierte dieses:

Tropfen

Jetzt isse wieder weg. Und ich auch.
Hab so eine blöde Idee, von wegen "best of my blog" in meine HP zu übernehmen.
Aber was käme in Frage dafür? Was hat am besten gefallen?

Blöde Ideen - kosten nur Zeit und Nerven, aber wenn ich mir einmal was vorgenommen habe, dann jo...

Freitag, 2. Juni 2006

Gestörte Menschen

Ich bin noch ganz erschüttert von dem Bericht über diesen angeblichen Gnadenhof, wo die armen Tiere schreckliches erlebt haben, falls sie überlebt haben... bei Paraflyer.

Und da musste ich wieder an etwas denken, das ich selber erlebt habe. Es ist allerdings schon über zwanzig Jahre her, und ich habe es wohl verdrängt. Ist natürlich nicht so schlimm wie das mit dem "Gnadenhof", aber schlimm ist es schon. Und das war vor über zwanzig Jahren! Wieviele gestörte Menschen gibt es dann heutzutage? Denn die Dummheit und die Nachlässigkeit vermehren sich fatal.

Meine Schwester lebte damals in einem Bürohaus mit zwei Wohnungen. diese beiden Wohnungen waren durch einen gemeinsamen Flur zu erreichen, der abgeschlossen werden konnte. Und deswegen musste man die Wohnungen selber nicht unbedingt abschließen.

Ihre Nachbarin war ein mitteljunge Frau, die sich irgendwann zwei Kätzchen zulegte, ein Geschwisterpärchen, Junge und Mädchen. Am Anfang fand sie es wohl nett mit den Kätzchen, sie vertrieben ihr die Einsamkeit - bis sie dann einen Macker kennenlernte und nicht mehr so oft da war...

Meine Schwester beschwerte sich irgendwann bei mir über den Gestank, der aus der anderen Wohnung kam, und ich ging hin, um zu gucken.

Es war schrecklich: Die beiden Kätzchen waren erwachsen geworden, obwohl sie erst ein paar Monate alt waren, sie hatten Nachwuchs bekommen, vier überaus niedliche Kätzchen, sie hatten nichts zu fressen, das Katzenklo war zugeschissen - und der Rest der Wohnung auch. Sie hatten Hunger bis unter die Halskrausen, und ich lief los, um Katzenfutter zu holen. Die Nachbarin hatte sich seit einer Woche nicht mehr blicken lassen, berichtete meine Schwester.

Ich bin dann fast jeden Tag hingefahren, um die Burschen zu füttern, machte das Katzenklo sauber - es waren so liebe Katzen. Die "Besitzerin" ließ sich weiterhin nicht blicken, erzählte meine Schwester. Und falls sie wirklich mal da war, dann ohne erkennbare Zeichen. Ich war die einzige, die die Katzen fütterte.

Nach vierzehn Tagen hatte ich die Nase voll, und ich entschloss mich, sie ins Tierheim zu bringen. Ich selber hatte schon zwei Katzen in meiner kleinen Mietwohnung, mehr ging nicht wegen des Vermieters, und meine Freunde und Bekannten waren auch eingedeckt mit Katzen.

Ich weiß, es war Scheiße, sie ins Tierheim zu bringen, es war so eine süße Familie, und im Tierheim hat man sie wohl getrennt vermittelt, aber das war vielleicht immer noch besser als in dieser Wohnung zu leben ohne einen Menschen, ohne Futter und ohne sauberes Katzenklo.

Ich hoffe, ich habe das richtige getan. Als ich eine Woche später im Tierheim vorbeischaute, da waren sie schon weg. Ich hoffe, dass alle zu guten Menschen gekommen sind.

Denke ich und hoffe ich, aber die Zweifel nagen und nagen.

Samstag, 3. Juni 2006

Genug gejammert über mich,

ich gehe jetzt einkaufen, nein, ich fahre jetzt einkaufen - nachdem ich mein Fahrrad aufgepumpt habe, nein nicht das Fahrrad sondern nur die Reifen.

altes Fahrrad

Ich will mir nämlich eine schnuckelige kleine Kamera kaufen, eine fürs Handtäschchen, eine für den Schuss so nebenbei, denn die große dicke, die kann ich nicht immer mit mir rumschleppen, abgesehen davon, dass ich sie gar nicht bedienen kann....

Warum ich soviel Geld habe, um mir spontan was zu kaufen? Tja, erkläre ich vielleicht morgen.

Luftpumpe, wo bist du???

Sonntag, 4. Juni 2006

Ich hatte eben Besuch,

und zwar von einem schwarzen Kätzchen weiblichen Geschlechts, möglicherweise schwanger und sehr sehr hungrig.

Nachdem es eine halbe Hähnchenbrust verschlungen hatte, blieb es noch ein bisschen, wartete auf mehr - aber ich hatte nicht mehr.

Mal gucken, wie sich das entwickelt.

die ersten Bilder:

Fuhr um 9.30 Uhr mit dem Fahrrad los. Mit der neuen kleinen Kamera und dem alten großen Fahrrad.

Fazit: Ich brauch ein neues Fahrrad. Das alte ist nicht mehr verkehrssicher, und ich kann doch nicht jedesmal in die Büsche springen, wenn ich was grünes sehe (Polizeiuniformen)...

Hab dann ein paar Aufnahmen gemacht, 50 Prozent davon kann ich wegschmeißen, der Rest ist solalla... Ich hab aber nicht mehr erwartet.

Also, dies sind Fotos aus meinem Lieblingspark, der GRUGA, aufgenommen im Mittelmeerhaus und draußen:

Kakteen
Ich glaube man sieht, dass es Kakteen sind.


Und dieser Haufen ist die sagenhafte "Königin der Nacht". Die hätte ich mir hübscher vorgestellt.


Das ist eine hochgiftige schwarze Mamba...


Ich bin halt Spannerin und musste sie einfach fotografieren.

Und jetzt werde ich erst einmal frühstücken...


Dieses hatte ich vergessen - und Gänse machen wirklich "nocknocknock" beim Futtern.

Montag, 5. Juni 2006

Nachtrag: Schwarzkätzchen war eben da,

in Ermangelung anderer Fleischspeisen servierte ich ihm (ihr) Spaghetti mit Goulasch, käseüberbacken vom Vortag).
Hat hungrig gefressen, den letzten Rest zugescharrt (ich füttere es (sie) nur noch draußen auf der überdachten Terrasse) und wanderte dann zielstrebig in Richtung Nordnordwest ab.
Wie immer!

Wieder kein Foto gemacht!
Aber jetzt. Nachträglich und sahneschlürfend:
schwarzekatze

Heute habe ich zwar viel vor,

werde aber bestimmt nicht viel schaffen. Ich hoffe, die Sonne kommt ein bisschen raus, sieht aber nicht danach aus. Ansonsten werde ich mich mit meinem HP-Programm amüsieren, das mir eben schon abgekackt ist. Weiß der Himmel, was da wieder los ist.
Und ich müsste ein bis zwei e-mails schreiben. Und waschen. Und spülen. Baden wollte ich auch, so in aller Ruhe. Die Zeit rast im Moment, und der Tag sollte doppelt so lang sein.

Also bis denne.

Kätzchen war noch nicht da. (Ufff!!!) Ich hoffe ja immer noch, es wohnt bei irgend jemanden und hatte nur viel Hunger...

Dienstag, 6. Juni 2006

Mein erster war...

Tja, wer war es wohl? *grins* Sollte ich erklären...

Ich weiß, ich gelte als Proll, weil ich kein Auto besitze. Man hält mich für sagenhaft arm deswegen, man macht mir manchmal absonderliche Vorschläge, man weiß von enorm billigen alten Rostlauben zu berichten, die für ein Spottgeld (denn mehr könnte ich mir ja eh nicht leisten) zu haben sind. Und man wundert sich, dass ich nicht drauf abfahre. Denn ich brauche in der Großstadt kein Auto, es ist eher hinderlich für mich.

Aber trotzdem erinnere ich mich gerne an die Zeiten, als ich noch motorisiert war. Vor circa zwanzig Jahren.

Mein erster Wagen war der hier:
kaefer cabrio
Käfer-Cabrio Baujahr ca. 1962. Herrliche offene Zeiten!

Mein zweiter war: Kahrmann Ghia Baujahr ca. 1975. Ließ ich übrigens british racing-green lackieren.
karmann-ghia
Klein aber fein. Konnte damit jede Menge Leute und Sachen transportieren. Leider hab ich mir im Winter den Hintern abgefroren wegen mangelnder Heizung.

Mein dritter und letzter war: Forpel Coupé Baujahr ? Kein Foto (will niemanden diskreminieren). Der hat mich sowas an Nerven gekostet: Wasserpumpe kaputt, konnte immer nur ein paar Kilometer damit fahren, bis der Kühler kochte, die Motorhaube ging nur mit diversen Tricks auf. Ich hatte dermaßen die Schnauze voll, und als ich während einer Straßenbahnfahrt (weil der Kühler kochte) einen Prospekt mit den neuen öffentlichen Verkehrsttarifen fand, da dachte ich mir: Was soll der ganze Mist! Schaff die Karre ab, fahr nur noch mit der Essener Verkehrs AG....

Und was soll ich sagen? ich habe es nicht bereut. Ich bin frei!

Autos, die ich nebenbei noch gefahren habe (vom Exfreund):
Mercedes 300 SE
mercedes
(sogenannter Strunzundgibanwagen) mit hakeliger Viergangschaltung, an der Ampel konnte man damit keinen stehen lassen, auf der Autobahn schon eher, beschleunigte langsam. aber dann unendlich...

Jaguar E-type, Farbe natürlich rot.
e-type jaguar
Mein erstes Auto mit Schocke, hatte Angst ihn abzuwürgen, fuhr sich wie ein Mittelding zwischen ein paar Rollschuhen und einem LKW. Aber aufgefallen ist man damit wie ein bunter Hund. Beschleunigte sagenhaft gut, die Leute, die man (in den zweiten Gang schaltend) überholte, waren in Ehrfurcht erstarrt. Auf die Autobahn hab ich mich allerdings nie mit ihm getraut.

Willys-Overland, echter Jeep
overland
mit einer indirekten Lenkung, man musste am Lenkrad drehen wie bescheuert ('ne Kurbel wäre angebracht gewesen), sonst fuhr man unaufhaltsam gegen eine Wand oder gegen was anderes.

Was sonst noch? Ein Volvo war dabei und ein Mercedes Diesel Strich Acht, den muste man noch vorglühen. Leider konnte ich ihn nicht ausschalten (beim erstenmal) und würgte ihn stattdessen stilgerecht ab.

Tja, das waren noch Zeiten...

Ach ja, seitdem mich kein Auto mehr besitzt, hab ich viel mehr Kohle zur Verfügung...

Mittwoch, 7. Juni 2006

Wieder zu spät

ins Büro gekommen, ich krieg das einfach nicht auf die Reihe, alles fährt vor mir davon. Owohl das Quatsch ist, ich sollte einfach drei Minuten früher aus dem Haus gehen.

Als ich auf den nächsten Bus an der nächsten Haltestelle wartete, erblickte ich, oder besser gesagt, erblickte mich meine redselige Nachbarin. Die quatscht soviel, dass ich mich gar nicht mehr aus dem Haus traue, wenn sie gerade draußen ist.

Und dann das! Sie fuhr im gleichen Bus wie ich, und ich hatte eine recht einseitige Unterhaltung, ich bin morgens nämlich nicht zum Quatschen aufgelegt und manchmal sogar den ganzen Tag nicht.

Morgen fahre ich mit der S-Bahn, das tue ich normalerweise nur nachmittags, aber es scheint mir sicherer zu sein. Hab außerdem ein paar schlechte Fotos in und an der S-Bahn gemacht.







In schwarz-weiß, wie es sich gehört. Und die Katze gehört gar nicht dazu, ich wollte eigentlich was anderes hochladen, aber da ist sie nun, war pünklich um drei Uhr da und hat gefuttert.

Donnerstag, 8. Juni 2006

der Rest von gestern:



Alle sind mit sich selbst beschäftigt.
Im vorrüberfahren viele Leute gesehen,
aber niemanden getroffen.
Eine gesichtslose Menge.
So viele Menschen,
und jeder ist allein.

(©Bolle Lehmann

Ich hab ein ganz blödes Gefühl.

Wo ist meine Katze? Heute morgen um halb sieben hab ich sie noch gefüttert, sie war hungrig wie immer und hat gierig gefuttert wie eine hungrige Katzenmutter.

Eigentlich hätte sie um drei Uhr hier sein müssen.

Aber jetzt ist es mittlerweile fünf Uhr, und sie ist immer noch nicht hier.

Wird doch wohl nix passiert sein mit diesem hässlichen, dünnen, langnäsigen Kätzchen?

Ich glaub, ich vermisse es.

Freitag, 9. Juni 2006

So Leute, Fußball hab ich nicht geguckt,

ist mir zu aufregend *kicher*, stattdessen war ich ein bisschen unterwegs im Kulturbereich, nämlich im Gelände der Zeche Zollverein (Weltkulturerbe).

Ich muss gestehen, ich bin ein wahrer Kulturbanause und war noch nie vorher dort. Ist aber hochinteressant da.


leere Fenster?
Leere Fenster? Soll das ein Fingerzeig,
oder besser ein Blick in die Unendlichkeit der Seele sein.
Oder einfach nur eine Laune der Natur?
Leere Fenster haben etwas,
das an die Vergänglichkeit des Menschen erinnert.
©lecommissaire


Canale Grande?

Vielleicht fällt jemandem was dazu ein.?

Vielleicht aber auch nicht. Wie auch immer.

Da heute eh keiner an meinem blog interessiert ist,

werde ich ein bisschen "Village" veröffentlichen, denn das interessiert ja auch kein Schwein.

Kann ja ganz aufhören... Och nee, noch nicht, ich hab noch ein bis drei ganz nette Sachen, aber dann... das ist keine Drohung, eher ein Versprechen.

Also "Village 7" siehe unten:

THE VILLAGE - ein Dorf vor dem Wald 7

Das Dorf, die Teiche und das Herrenhaus:

Das Dorf selber war ungewöhnlich, unter anderem durch die Trennung in das Untere- und das Obere Dorf, andererseits bestand das Dorf Daarau eigentlich nur aus vielen Häusern, die größtenteils entlang der Durchgangsstraße angeordnet waren. Wenn man ein Stückchen nach Daarau hineinfuhr, dann ging es auf einmal nur noch nach rechts oder nach links, weil ein Teich die Weiterfahrt versperrte. Es handelte sich um den „Oberen Teich“, und auf der anderen Seite des Teiches konnte man das sogenannte Herrenhaus sehen, ein mit graurosa Schiefer behangenes zweistöckiges schlichtes Gebäude. Es gehörte seit eh und je den Baronen von Daarau.

Das Herrenhaus, die Stallungen, die Kirche, der große verwilderte Park am Herrenhaus und vor allem das Mausoleum der Freiherren von Daarau regten meine Fantasie mächtig an. Und jetzt, Jahrzehnte später erwecken sie immer noch meine Faszination, denn in diesem riesigen Park lagen und liegen immer noch Gedenkstein wüst herum, die teilweise aus dem 13.
Jahrhundert stammen. Kein Mensch kümmert sich darum.

Manchmal war ich in der Abenddämmerung mit ein paar Jungens unterwegs, wir schlichen uns in den Gutspark, und einer von den Jungens hob mich hoch, damit ich durch das verstaubte Fenster des Mausoleums schauen konnte. Ich sah die vielen Särge, und es war wirklich gruselig.
das ist das Mausolaeum
Die Kirche gehörte anscheinend früher dem Herrenhaus, und der großzügige Baron gestattete wohl den Dorfbewohnern, sie zu benutzen, aber diese Gabe war ein bisschen verschwendet, denn zu 98% waren die Dorfbewohner nicht sehr religiös, zumindest nicht religiöser als eine Katze. Auch meine Oma ging nie sonntags in die Kirche. Ansonsten beherrschte das Herrenhaus das Dorf, gab vielen Leuten Arbeit, zum Beispiel auf den großen Gemüsefeldern, auf denen Erbsen und Bohnen angepflanzt wurden und auf denen dann die Frauen des Dorfes dieses Gemüse pflückten und pro Zentner acht Mark bekamen. Bei dicken Bohnen waren es zwei Mark, denn die waren natürlich viel schwerer.

Der Weg vom Herrenhaus – mit seinem riesigen Hof und dem Misthaufen in der Mitte – in Richtung Unteres Dorf war und ist immer noch das Romantischste, das ich jemals gesehen habe... Wie oft bin ich dort hergegangen, habe gestaunt und mich gewundert. Denn trotz mancher Geschmacksverirrungen, zum Beispiel aus Glasbausteinen gemauerte Hauseingänge, wirkte dieser Weg einzigartig idyllisch. Alles war herrlich grün, die Blumen in den Gemüsegärten, Dahlien, steife Gladiolen und luftiger duftender Phlox waren wunderschön sommerlich und bunt, und sogar das vorherrschende Gemüse sah prächtig aus.

Später habe ich nur noch in südlichen Ländern ähnliches gesehen, diesen Verfall, dieses Liegenlassen von irgendwelchen Sachen und das Fehlen von Verschönerungsversuchen (Gott sei Dank, denn bei Verschönerungsversuchen kann es zu peinlichen und geschmacklosen Ergebnissen kommen).

Es ging also nur nach links in das Obere Dorf und nach rechts ins Untere Dorf. Das Untere Dorf war anscheinend viel älter als das Obere Dorf, und es gab dort die beiden anderen Teiche, nämlich den Mittleren – auf dem immer Schwäne und Entengrütze schwammen – und schließlich den Unteren Teich. Ein paar ärmliche Häuser und danach nur Weiden standen an seinem Ufer, er war langgezogen, nicht sehr breit, und ein paar Enten paddelten auf ihm herum. Er war auch nicht besonders groß, aber durch die Abwesenheit von Häusern, also durch die Einsamkeit war er wohl der schönste Teich in Daarau. Die nahezu lautlose Stille und die Einsamkeit, die in der Abenddämmerung an diesem Teich herrschte, war überwältigend.

Die Weiden setzten sich in einer geschlängelten Reihe fort, und man konnte den Lauf des Baches an den Weiden erkennen bis zum nächsten Dorf.

Erlkönig... Das dachte ich immer, wenn ich dort herging.

Alle drei Teiche wurden von einem Bächlein gespeist, das den unpoetischen Namen Strulle trug und direkt aus dem Wald kam, das letzte Stück allerdings unterirdisch. Es sammelte sich in einem kleinen gemauerten Becken, und das Wasser war so klar und gut, dass man es bedenkenlos trinken konnte. Außerdem war es sehr kalt und an den wenigen heißen Tagen konnte man die Füße wunderbar darin kühlen. Außerdem wurden Kartoffeln darin gewaschen. Dieser Bachlauf speiste also die drei Teiche von Daarau, die einer hinten dem anderen lagen.

Das Obere Dorf war bei weitem nicht so romantisch wie das Untere, aber dafür war es sehr viel größer. Von der Hauptstraße gingen zwei neuere Straßen ab, und entlang dieser Straßen wurden die Häuser immer moderner. Die zwei brandneuen Straßen enttäuschten mich, und nach ein paar Ausflügen dorthin kehrte ich schnell auf die alte Hauptstraße zurück, an der stattliche Gehöfte lagen, die mit Schiefer behangen waren und die teilweise noch altes Fachwerk hatten. Ich besuchte dann die Familie Kosta mit Vattel, Muttel und meinen beiden angeheirateten Onkeln, nämlich Hartmut und Volker. Sie wohnten mittlerweile in einem dieser wunderbaren historischen Niedersachsen-Häusern, und sie hatten es letztendlich doch geschafft, in der Hierarchie des Dorfes aufzusteigen.

Ende Teil 7

Samstag, 10. Juni 2006

Tote Hose heute...

Ist das still draußen! Kaum ein Mensch zu sehen, auch heute morgen beim Einkaufen war es sehr leer. Wo sind die alle? Liegen wahrscheinlich nach der Siegesfeier noch in Essig und Öl.

Ich nicht. Ich bin sogar heute morgen der schwarzen Katze gefolgt, sie lief ganz gemütlich erst vor mir, dann neben mir her, über die Straße, dann ein Stück weiter, bog in eine winzige Nebenstraße ein - und verschwand dann in einem undurchdringlichen Gebüsch. Immerhin weiß ich jetzt ungefähr, wo sie herkommt und wo sie hingeht.

Sie frißt mindestens soviel, wie sie wiegt, unglaublich!
Nachdem ich sie heute morgen gefüttert hatte, ist sie noch ein bisschen geblieben, suchte sich ein sonniges Plätzchen:





Gestern wurde bei einer Nachbarin ein circa fünf Wochen altes Katzenbaby abgegeben, es kroch auf der Straße herum. Ich glaube, es war von "meiner" Katze", vielleicht wollte sie es zu uns bringen, aber die Strecke war zu weit. Jetzt hoffe ich, dass die restlichen Jungen - denn sie muss Junge haben bei ihrem Appetit - überleben werden und dass wir sie mal zu Gesichte bekommen.

Heute war sie dreimal da und hat
1.) eine große Dose Katzenfutter
2.) eine kleine Dose Katzenfutter und Hähnchenbrust
3.) noch eine kleine Dose Katzenfutter verputzt.

Und der Tag ist noch nicht zu Ende...

Aber ich glaube, das interessiert heute sowieso keine Sau.

Sonntag, 11. Juni 2006

kein Wetter zum Bloggen...

deswegen auch nur ganz kurz zum Abkühlen:



Sieht zwar nicht sehr gemütlich aus, dafür aber schön leer...

Montag, 12. Juni 2006

Soll ich oder soll ich nicht? Ach, was soll's...

Schön warm heute, und im Büro war nichts los.
Ich habe fünf Zuschriften auf Stories bekommen, nachdem ich monatelang gar keine bekommen habe.
Schlapp fühle ich mich trotzdem, schaffe es gerade noch, zwei nein mittlerweile nur noch ein Uraltbilder hochzuladen, die das mit Wasser und Abkühlung zu tun haben hat:



Die Bildqualität ist so schlecht, dass sie schon wieder gut ist. Der Beitrag ist auch schlecht. Ach was soll's, siehe oben.

Dienstag, 13. Juni 2006

Fast ohne Worte - CAPRI-Eis







Ich liiiebe Capri-Eis, es erinnert mich immer an die Kindheit, an die Ferien, eben an die guten alten Zeiten...

Mittwoch, 14. Juni 2006

THE VILLAGE - ein Dorf vor dem Wald 8

Der Wald:

In Richtung Wald, der kein natürlicher Wald war, sondern ein von den Alliierten nach dem Krieg künstlich angelegter Nadelnutzwald, lag das mit Kartoffeln bebaute Feld meiner Oma . Ein paar Tage im Sommer musste die ganze Familie dort den schädlichen Kartoffelkäfer von den zarten Kartoffelpflanzen abpflücken. Eigentlich waren diese Käfer recht hübsch, sie hatten eine ansprechende Streifung zwischen braun und lachsrosa. Die Kartoffelkäfer wurden nach der Sammlung verbrannt. Rein ökologisch und sauber, die Sache...

Der Weg in den Wald war mein Lieblingsweg. Zuerst ging es leicht bergauf durch ein paar Felder, und dann allmählich setzte der Nadelwald ein, zuerst durchwachsen mit ein paar Himbeerbüschen und ein paar Flecken mit Blaubeeren, die natürlich immer schon abgeerntet waren, dann erschienen sporadisch Heidepflanzen und Birken, bevor es endgültig in den finsteren Nadelwald ging. Seltsamerweise habe ich diesen künstlich angelegten Nadelwald immer als DEN natürlichen Wald empfunden, obwohl er, wie ich im nachhinein erfuhr, eine rein ökonomische Monokultur war und nur zum Abholzen bestimmt. Aber ich fand immer, ER war der Märchenwald, der typische Wald, der finstre Tann, eben mein Idealwald.



Es war der Wald, in dem meine Großmutter Blaubeeren sammelte und auch der Wald, in dem sie mit mir Himbeeren pflückte. Die Himbeeren rochen immer fantastisch gut. Ich pflückte begeistert Himbeeren und behielt sie in meiner Hand, bis ich merkte, dass sich mitten in diesen Himbeeren weiße Maden herumwälzten, und mit einem Kreischen ließ ich die Himbeeren wieder fallen, was meine Großmutter zu einem unwilligen Ausruf veranlasste. Ich war eben ein Stadtkind, hatte Angst vor den Himbeeren mit den Maden darin.

Diese Himbeeren (von mir kamen nicht viele...) wurden von Oma gekocht und durch ein Tuchsieb gegeben, um den Saft in reiner Form aufzufangen. Aber was da an Maden im Tuch hängenblieb, war nicht dazu geeignet, den Appetit auf reinen Himbeersaft anzuregen. Dennoch liebte ich Omas Grütze, die mit diesem Himbeersaft zusammen gekocht wurde. Sch.... auf die Maden!

Der Wald war schön, so gedämpft mit seinem dicken Nadelteppich auf dem Boden, und er war sehr dunkel, weil die vielen Fichten keinen Sonnenstrahl durchkommen ließen. Es gab mitten im Wald eine große Lichtung, eine natürliche Wiese, umsummt von allerlei Insekten, und wenn man sich eine Weile still verhielt, kamen Rehe auf die Lichtung, um dort zu äsen. Ich kletterte auch gerne auf den Hochsitz am Rande dieser Lichtung, es war eine wackelige altersschwache Kiste, von der der Jäger aus Wild schoss, was ich ziemlich gemein fand.

Wildschweine sah ich übrigens nie, und das war auch besser so. Diese Gesellen sollten recht gefährlich sein, und ich habe immer noch den Spruch meiner Großmutter im Sinn, mit dem sie mich vor ihnen warnte: „Wenn dich ein Keiler überrascht, dann leg dich schnell flach auf den Boden. Aber flach!“

Was mir allerdings nicht am Wald gefiel, waren die hinterhältigen Bremsen. Meine Oma nannte sie „Schwarze Fliegen“ Diese Bremsen schwebten hinterhältig über einem, und ich glaubte wirklich, sie konnten richtig denken und planen, denn ich habe nie gemerkt, wenn sie mich dann stachen... Gemeine Dinger....

Immer wenn die Ferien endgültig vorbei waren und ich zurück musste in die Großstadt, machte ich einen Abendspaziergang. Ich schlenderte am Herrenhaus vorbei, bog an der kleinen Kirche ab und spazierte durch die Gemeindegärten – wo jeder im Dorf ein großes Stück Land bearbeiten konnte – in Richtung Wald. Wenn ich dann endlich dort war und mich die vollkommene Ruhe umfing, hatte ich immer das Gefühl, jemand ginge neben mir, und diese unbestimmte unbekannte Gestalt erweckte unbestimmte unbekannte Sehnsüchte in mir, aber ich wusste nicht, wer es war. Vielleicht war es ein Gefühl aus der Zukunft, vielleicht war es mein Geliebter aus der Zukunft. Jedenfalls war ich dann immer so traumhaft glücklich, dass es mir nicht mehr schlimm erschien, das Dorf verlassen und mich wieder in die zweifelhafte Obhut meiner Mutter begeben zu müssen.

Der Wald steht schwarz und schweiget, und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar... Matthias Claudius hat es ausgedrückt wie kein anderer. Ich bin wirklich nicht sehr poetisch, aber manche Zeilen sind in meinem Gehirn verankert. Irgendwie.

Ende Teil 8

Neeein, ich doch nicht! Ich mach heute nix!

Die Zeit scheint zwar stillzustehen und auf irgendetwas zu warten,
aber nicht auf mich...

N O...

Donnerstag, 15. Juni 2006

Seltsamerweise hab ich zwei kleine Videos gemacht

aus Versehen irgendwie:

Kätzchen 1

Kätzchen 2

das erste ist ein asf, das zweite ein mpg, ich hoffe, es ist überhaupt was zu sehen...

Nachtrag: Jetzt sind beide zu mpgs geworden, mpgs scheinen besser zu laufen.

wir haben Zuwachs bekommen!

heute morgen lag ein winziges Kätzchen draußen auf einem Stuhl.
Mutter ist auch dabei, hungrig wie ein Tasmanischer Beutelteufel - und ich muss unbedingt Katzenfutter besorgen.
Fotos kommen später, hoffe sie sind was geworden!

Freitag, 16. Juni 2006

Iggy proudly presents: the baby

Genug über Montezuma geschwatzt. Ist ja ekelhaft!

Wie nenne ich das Kätzchen? Es hat so wunderschöne kleine nach vorne leicht umgeklappte Ohren. Ich glaube, ich nenne es Rimmohr, weiß auch nicht warum... Aber hören tut es bestimmt nur auf: FUTTER und auf SPIELEN! Es blieb heute Nacht in der Wohnung, Mutter marschierte davon, war aber pünklich heute Morgen wieder da. Mutter nenne ich übrigens Naddu (na duuu...).

Apropos Futter: Was die große sich da zusammmenfrisst, ist nicht ganz normal, tatsächlich sind es mehr als drei Dosen Katzenfutter am Tag, nebenbei hat sie auch noch mein Butterbrot gefressen und wurde sauer, weil ich nicht mehr davon hatte.

Da isses, das kleine Schieterle (es geht wahrhaftig schon aufs Katzenklo):



Unglaublich 'ne? Erinnert mich an, ich weiß nicht...

Oh what a perfekt daaaayyyy....

Mich hat Montezumas Rache erwischt und noch einiges mehr (gemein).
Bin deswegen um 12.00 Uhr aus dem Büro weg (ausnahmsweise).
Stellte fest, dass ich mein Portmonney nicht bei mir hatte (huch!) (Portmonney schreibe ich deswegen, weil ich Portem.... nicht kann),
inkl. Monatskarte des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (noch mehr huch!).
War also morgens schon unwissentlich schwarzgefahren (gefährlich!)
Der Fahrkartenautomat wollte mein Reservegeld nicht annehmen (beknackt),
Wollte nur die Geldkarte, welche aber auch im Portmonney ist (auch beknackt).
Und in der Straßenbahn kann man nicht mehr bezahlen (ja genau-beknackt!).
Also marschierte ich zu Fuß los und hoffte auf ein Taxi (unverdrossen).
Es kam aber keins, und Taxistände erblickte ich auch nicht (verdrossen).
Erwischte schließlich einen Bus, in dem man bezahlen konnte (erfreulich),
zahlte 2 Euro, lief dann wieder zu Fuß und erreichte endlich den Tierladen, wo ich diverse übergroße Dosen Katzenfutter erstand (kommt später).
Lief dann weiter nach Hause und war fast 2 Stunden unterwegs (fußlahm).
Dort wurde ich empfangen: Drinnen vom Baby, draußen von der Mutter (enthusiastisch).
Endlich zu Hause! Aber der Tag ist noch nicht zu Ende (kann nur besser werden).

Später werde ich ein ganz ganz schnuckeliges Foto präsentieren (proudly).

Samstag, 17. Juni 2006

Letzten Sonntag war alles noch ganz anders,

vor allem ohne viel Verpflichtungen, ich konnte mit dem Fahrrad in der Gegend herumfahren und fotografieren, zum Beispiel das:


Ich wusste gar nicht, dass es bei mir in der Nähe Kornfelder gibt, es ist wohl Gerste, oder?


Ich wusste auch nicht, dass es so schlechte Straßen gibt:



Kein Geld mehr da, um Straßen zu reparieren, Bund wälzt auf Länder ab, Länder wälzen auf Kommunen ab. Haben alle kein Geld mehr. In zwanzig Jahren wird es dann wohl wieder Pferd und Wagen auf holprigen Stadtwegen geben.
Amen!

Sonntag, 18. Juni 2006

Angst vor Morgen

Morgen habe ich eine unangenehme Sache zu erledigen. Ich weiß nicht, ob es richtig ist, aber anscheinend geht es nicht anders.
Als wir nämlich am Freitag mit "unseren" beiden Katzen beim Tierarzt waren, teilte dieser uns mit: "Die ist ja schon wieder trächtig!" Er meinte natürlich die große, das Muttertier.
Also haben wir uns entschieden, sie operieren zu lassen. Morgen früh. Falls ich sie kriege!
Denn es kann so nicht weitergehen, noch ein Wurf, dann wieder aufpassen, dass sie nicht sofort wieder trächtig wird - abgesehen von den Kleinen, die man nicht vermitteln kann, weil der Markt übersättigt ist.
Was für ein Mist, wenn Menschen sich ein Kätzchen zulegen und wenn es dann unbequem wird, einfach laufen lassen oder gar rausschmeißen. Diese Katze ist wahrscheinlich so ein Fall, sie ist keine richtig wilde Katze, sie kennt Menschen, steht ihnen aber recht misstrauisch gegenüber. Aber eine gute Mutter ist, oder ist sie gewesen, wenn das gelaufen ist.
MIST!

Jetzt schläft sie. Endlich!

Ist ja schlimmer, als einen Sack Flöhe zu hüten. Ich komm zu nix anderem mehr. Kätzchen wollte immer in die Büsche, und das will ICH nicht, hinterher ist es noch weg, futsch und so.


Unterwegs...


Oh! Was ist das denn?


Ich gehöre zu der Gummibärchenbande!


nee 'ne?

Montag, 19. Juni 2006

pass aufs baby auf!

katze guckt seltsam.

du wirst doch auf dein eigenes junges aufpassen...

katze guckt seltsam uninteressiert.

verflucht, es regnet, es läuft doch nicht in den regen hinaus, oder?

katze guckt irgendwie ein bisschen interessiert.

verdammt! du bist doch die mutter! also pass auf!

katze guckt in der gegend herum.

verdammt, verdammt, verdammt!!!

Alles Murks!

Heute hat es nicht geklappt mit der Operation, wir haben die Katz blöderweise vorher fressen lassen, hätte der Tierarzt ja mal sagen können, dass... aber hätten wir eigentlich auch selber wissen müssen. Zu dämlich.
Und jetzt sollen wir sie heute Abend ins Haus holen, ihr nichts zu fressen geben, die ganze Nacht lang und am Morgen natürlich auch nicht... Wie soll das gehen? Wir müssen die Kleine füttern und vielleicht selber einen Happen nehmen. Sie wird wahnsinnig werden. Und wir vermutlich auch. Und dann morgens um neun in den Katzenkäfig stecken? Das wird ein Tänzchen! Toll auch, dass ein Urlaubstag für die Katz (im wahrsten Sinne des Wortes) war. Aber wie gesagt, selber schuld.
Ich schätze mal, ich werd nicht gut drauf sein am heutigen Tag und in der drauf folgenden Nacht wohl auch nicht.

Außerdem gibt es nirgendwo mehr billiges Currypulver zu kaufen, und ich habe keine Lust, 2,99 Euro für ein Döschen zu bezahlen. Die haben haben wohl echt einen weg! Muss mal woanders gucken, bei A... gibt es bestimmt was. Dies aber nur am Rande.

Iggy, frustriert

Nachtrag: Jetzt säugt die große die kleine wieder, nachdem sie es 2 Tage nicht mehr gemacht hat - und mir auch das Aufpassen überlassen hat. Jetzt wird gegurrt, miaut und gesäugt, was das Zeug hält. Ich glaube, sie ahnt irgendwas, und ich glaube, morgen klappt es wieder nicht...

Dienstag, 20. Juni 2006

Die Nacht ist vorbei, ich will nicht weiter drüber reden,

es war schrecklich, die Katze wollte hinaus und tobte herum und machte das Kleine mit verrückt (es hatte richtiges Herzrasen) bis wir sie um 2 Uhr morgens nach oben in das Badezimmer verbannt haben. Mit Katzenklo und Wassernapf, fressen durfte sie ja nichts. Und heute Morgen ist sie dann zum Tierarzt gebracht worden.

Die Nacht war zwar schrecklich für die Katze und auch für alle anderen, aber was wir eben beim Tierarzt erfahren haben, war noch viel schrecklicher:

Sie war nicht trächtig, aber das wäre gut gewesen im Vergleich zu dem anderen. Sie hat möglicherweise ein FIP-Infektion (ansteckende Bauchfellentzündung). Diese ist tödlich und kann sich schon im Mutterleib auf die Jungen übertragen. Das heißt also, das Kleine wird möglicherweise auch krank werden und sterben, die Frage ist WANN. Eine Arbeitskollegin hatte einen kleinen Kater, der es mit 6 Monaten bekam, er fraß nichts mehr, hatte einen aufgeblähten Bauch und musste eingeschläfert werden.

Da diese Krankheit sehr ansteckend ist, sollte die Katze gar nicht mehr in Freie. Da dieses aber schier unmöglich ist und die Gegend anscheinend schon total verseucht ist, werde ich so tun, als wäre nichts.

Krank kann jeder werden, und man kann nie wissen, wann es passiert. So aber sind wir drauf vorbereitet, wenn man das so nennen kann.

Aber es ist nicht fair.

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