Donnerstag, 2. August 2007

Bloggen-Rauchen und AUS

Ich will mir ja schon seit einiger Zeit das Bloggen abgewöhnen. Irgendwie macht es keinen Spaß mehr. Zuviel Zwänge, zuviel Verpflichtungen - und wenn man einmal an den Top-Twenty geleckt hat, dann kommt auch noch der Ehrgeiz hinzu. Ich will das aber nicht! Und dann kam mir auf einmal in den Sinn, wie ich mir damals das Rauchen abgewöhnte:

Ich hatte mir vorher jede Menge Gedanken gemacht. Zum Beispiel: Wann rauche ich? Naja, außer wenn ich schlafe oder auf'm Klo bin oder auf die Straßenbahn warte, eigentlich fast immer...
Gute Erkenntnis! Es hieß also: Ich musste durch einiges durch. Und es würden noch Jahre später Situationen kommen, durch die ich immer noch durch musste.
Ich hielt mich aufrecht mit Zetteln, die ich mir selber schrieb, irgendwo hinlegte, wo ich sie finden würde und auf denen stand: Gib' nicht auf! Denke an deinen Körper! Willst du ihm etwa schaden? Also lass' es! Lass' es, lass' es...
Ich hielt mich außerdem aufrecht mit dem Kauen von ekligen Nikotinkaugummis, die wie ein mit Kippen gefüllter Aschenbecher schmeckten, was zugegebenermaßen und bei aller Liebe zum Nikotin nicht sehr angenehm war.
Und dann hielt ich mich aufrecht mit Sprüchen wie: Als Kind warst du doch glücklich, und da hast du doch auch nicht geraucht. Also lass' es! Lass' es, lass' es...

Es hat geklappt, ich bin nicht rückfällig geworden.
Aber wie halte ich es mit dem Bloggenabgewöhnen? Das ist ja noch viel schlimmer, denn auch auf'm Klo und während ich auf die Straßenbahn warte, blogge ich innerlich. Und es gibt leider auch kein Antibloggenkaugummi.

Ich glaube, ich fange schon mal an, ein paar Zettel zu schreiben...

Was ich eigentlich damit sagen wollte ist: Dies ist mein letzter Beitrag auf diesem Blog. Ich werde aber ein neues Fahne haben, allerdings nur einfach so zum Lesen, ohne Kommentare, ohne Counter (bis auf den versteckten natürlich *gg*) und vor allem ohne die Chance, sich irgendwann in den Top-Twenty wiederzufinden.
Genug geschwafelt. Es war eine tolle Zeit, und ich bedanke mich bei euch für das viele Lesen und die vielen Kommentare bei mir.

PS: Da ich gerade zusehen muss, wie meine Schwester ihren Lungenkrebs organisiert, wäre es keine schlechte Idee, darüber zu berichten, wie IHR EUCH das Rauchen abgewöhnt habt. Falls denn und überhaupt...

Dienstag, 31. Juli 2007

Der da kommen wird...

Die Drucker in unserer Firma verhalten sich überaus sonderbar. Der eine druckt dekorative Punkte aufs Papier, welche sich zwar im Großen wiederholen, aber im Kleinen jeden Tag anders angeordnet sind. Kein Mechaniker war je in der Lage, die Ursache für diese Kreativität zu finden. Wir aber vermuten, dass ER uns eine Botschaft der dritten Art senden will, die wir nur noch nicht verstehen.

Oder der andere... Der faltet Papier auf eine fantastisch surrealistisch origamische Art, ausgefallen und dreidimensional, und kein Teil gleicht dem anderen, obwohl eine Serie davon bestimmte charakteristische Eigenschaften besitzt. Auch hierfür konnte die Ursache nicht gefunden werden. Wir aber vermuten: ER ist ein Prophet, auch wenn das manchmal den Druckbetrieb lahmlegt.

Nun hoffen wir auf den Neuzugang. Dieser dritte Drucker hüllt sich bislang noch in Schweigen, ER macht aber während seiner Arbeit immer öfter lange nachdenkliche Pausen - druckt dann zwei bis drei Blättchen aus, um dann alsbald wieder zu schweigen. ER weiß anscheinend noch nicht, welches SEINE Bestimmung ist. Werden wir bald ein Zeichen von IHM erhalten?

Wir warten in atemloser Spannung...

Sonntag, 29. Juli 2007

Womit man Männer erfreuen kann...

Zum Beispiel wenn man ihnen erzählt, dass man tolle Aufnahmen mit der Kamera machen wollte, dafür extra den Akku aufgeladen hatte - aber dann feststellen musste, dass keine Karte drin war...

"Hahahaha, du bist aber auch eine!"

Und wenn man ihnen erzählt, dass man tolle Aufnahmen machen wollte, aber dass man wieder ohne Karte losmarschiert ist. Und dass in der kleinen Digi außerdem der Akku leer war...

Also ehrlich gesagt: Soviel Freude werde ich ihnen nicht bereiten...

Samstag, 28. Juli 2007

Oldie Nacht

Es ist Sommer, und im Sommer findet immer das Grugasommerfest statt. Eigentlich wollte ich ja heute hingehen, aber heute regnet es wie aus Kübeln, obwohl das gar nicht so angesagt war. Und deswegen bin ich froh, dass ich gestern da war zur Oldie-Nacht.
Gestern war das Wetter wie in der Karibik und manche Ausblicke auch:

Ich wollte nur ganz kurz gucken, bin aber dann doch hängengeblieben, und viele der alten Stücke riefen gewisse Erinnerungen wach.

T-Rex mit "Get it on". Damit wurden wir immer in der Jugendherberge in Domburg (Südholland) geweckt...

Deep Purple mit "Smoke on the water". Ich sah sie zum erstenmal als junge aufsteigende Gruppe bei einem Mammutkonzert mit an die vierzig anderen Gruppen. Ein Bekannter hatte es organisiert, es war das erste Festival dieser Art, und er ist fast reich dadurch geworden...

The Nice mit "America". Das selbe Festival. Es war eins ihrer letzten Konzerte, aber es war wirklich irre, wie Keith Emerson sein damals noch orgelgroßes Keyboard maltretierte und das Stück "America" natürlich auch...

Creedence Clearwater mit "Bad Moon Rising". Der obengenannte Bekannte schwärmte für CC, holte sie nach Essen in die Grugahalle, hatte aber vergessen, Groupies zu besorgen. Als ich nach dem Konzert auf meinen Freund wartete, der mit der Bühne zu tun hatte, da drückte mir ein Typ von CC tatsächlich seine Hoteladresse in die Hand. Ich fühlte mich geschmeichelt, habe das Angebot aber ausgeschlagen...

Während Grilldüfte in der klaren Abendluft aufsteigen - und auch sehr junge Leute in dieser Oldie Nacht neben mir tanzen, kommt mir in den Sinn:
Du hast eine gute Zeit erwischt, in jeder Beziehung...

Donnerstag, 26. Juli 2007

Der freie Wille

Er wachte auf wie an jedem Werktag, geweckt von einem miesen Schlager, der aus dem billigen Radiowecker hervordröhnte. Er stand sofort auf, pflichtbewusst wie er halt war. Er warf einen kurzen Blick auf das andere Bett. Sie lag da und schnarchte. Die Bettdecke hatte sie beiseite gestreift, und ihre dicken Beine lagen entblößt da. Er erschauerte vor leichtem Ekel und schaute schnell von ihr weg.

Im Büro war es genauso erbärmlich wie immer. Falsch, es war noch ein bisschen erbärmlicher, und er hatte den Eindruck zu träumen. Da war nämlich eine Person, die er abgrundtief hasste und die eigentlich gar nicht mehr da sollte. Sie hatte vor ein paar Jahren die Firma verlassen - und damit aufgehört, ihm die Hölle heiß zumachen.

Wieder erschauerte er. Er musste träumen. Na klar, anders war es nicht zu erklären, es konnte nicht sein, es war doch vorbei... Und dennoch fühlte er ihren Blick auf sich gerichtet, diesen gemeinen verkniffenen Blick, der neue Angriffe versprach, neue Gemeinheiten, gegen die er sich nicht zu wehren wusste.

Aber er träumte! Er konnte nur träumen, das war doch alles Vergangenheit, es war überstanden, ausgesessen und später mit anderen Leuten ausdiskutiert worden. Er hatte es überwunden, er war stärker geworden, sie konnte ihm nichts mehr anhaben, sie war Vergangenheit... Fertig aus!

Er brachte den Arbeitstag zähneknirschend hinter sich, spürte immer den Blick dieser Kuh im Nacken – und wunderte sich, als er kurz vor Feierabend zum Chef gerufen wurde.

Der Chef sah genauso widerwärtig und hassenswert aus wie immer, das war ausnahmsweise ein beruhigendes Merkmal an diesem Tag.

„Wie geht es Ihnen?“ fragte der Chef ihn jovial.

„Hmmm, geht so....“ , antwortete er vage.

„Das verstehe ich nicht“, sagte der Chef mit einem milden Grinsen. „Es ist doch alles so wie immer...“

„Das ist ja gerade das Problem!“ Er hielt sich die Hand vor den Mund. Wie hatte er das nur sagen können?

„Was wollen Sie eigentlich“, sagte der Chef, und seine Mundwinkel verzogen sich spöttisch nach oben. „Wir versuchen doch nur, ihre Wünsche zu erfüllen. Wir versuchen, Ihr Leben nachzustellen. Das machen wir immer so, wenn jemand tot ist...“

„Ich verstehe nicht“, stammelte er.

„Nun denn, wir sind davon ausgegangen, dass Sie Ihr Leben geliebt haben. Sie müssen Ihre Frau geliebt haben, weil Sie es so lange mit ihr ausgehalten haben – und Sie müssen ihre Kollegen geliebt haben, sonst hätten Sie deren üble Scherze....“

„Wie, tot?“ Er fühlte ein klammes Gefühl in seinen Eingeweiden – und dann erinnerte er sich: Ein Auto war auf ihn zugerast, als er schon halb auf der Straße stand. Es gab einen lauten Knall, und dann war da nichts mehr. Und dann war er in seinem Bett aufgewacht und zur Arbeit gegangen...

„Wir sind davon ausgegangen, dass Sie sich dieses Leben ausgesucht haben.“ sagt der spöttische Mund des „Chefs“ gerade.

„Aber ich habe....“ Er verstummt, als ihm einiges bewusst wird. Und was hat er schon groß zu verlieren? Man lebt ja schließlich nicht nur einmal....

Mittwoch, 25. Juli 2007

Pawlow sein Hund...

Na also, geht doch! Die Dressur hat geklappt.
Es hat zwar lange gedauert, aber jetzt weiß ich endlich, wie es funktioniert. Es ist ja alles so einfach!

Wir sind jetzt nämlich voll konditioniert auf gewisse Geräusche, zum Beispiel auf:
Kawusch!!!

Das ist das Geräusch der Klospülung, und wenn dieses Geräusch
Kawusch!!!
ertönt, eile ich ins Badezimmer, um das Badezimmerfenster zu öffnen, damit der Kater auf die Fensterbank springen kann, um sich auf seinen Privatbalkon zu legen.

Wenn ich das nicht tun würde, dann würde er mich stundenlang mit
Kawusch!!! ärgern...

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