Schreiben an die Versicherung, und da ich heute nix eigenes zustande kriege… Also:
An der Kreuzung hatte ich einen unvorhergesehenen Anfall von Farbenblindheit.
Der andere Wagen war absolut unsichtbar, und dann verschwand er.
Da sich der Fußgänger nicht entscheiden konnte, nach welcher Seite er rennen sollte, fuhr ich obendrüber.
Der Pfosten raste auf mich zu, und als ich ihm Platz machen wollte, stieß ich frontal damit zusammen.
Zuerst sagte ich der Polizei, ich sei nicht verletzt, aber als ich den Hut abnahm, bemerkte ich einen Schädelbruch.
Beim Heimkommen fuhr ich versehentlich in eine falsche Grundstücksauffahrt und rammte einen Baum, der bei mir dort nicht steht.
Der Bursche war überall und nirgends auf der Straße. Ich musste mehrmals kurven, bevor ich ihn traf.
Ihre Argumente sind wirklich schwach. Für solche faulen Ausreden müssen sie sich einen Dümmeren suchen, aber den werden Sie kaum finden.
Heute schreibe ich zum ersten und letzten Mal. Wenn Sie dann nicht antworten, schreibe ich gleich wieder.
Als ich auf die Bremse treten wollte, war diese nicht da.
Nach Ansicht des Sachverständigen dürfte der Verlust zwischen 250.000 DM und einer Viertelmillion liegen.
In der Anlage übersende ich Ihnen eine Duplikatsrechnung, die keine Duplikatsrechnung mehr ist, weil ich das Wort "Duplikat" gestrichen habe.
Ihr Versicherungsnehmer fuhr vorne in meinen Frisiersalon. Während der Reparaturzeit war ich nur beschränkt tätig. Ich konnte meine Kunden nur noch hinten rasieren und schneiden.
So gern es mir leid tut, aber in der zweiten Hälfte des letzten Juliviertels brauche ich mein Geld.
Ich sah ein trauriges Gesicht langsam vorüberschweben, dann schlug der Herr auf dem Dach meines Wagens auf.
Zwischenzeitlich wurde der Gehgips am rechten Arm entfernt.
Bitte lassen Sie es mich wissen, wenn Sie dieses Schreiben nicht erhalten haben.
…Oder wenn Sie dieses Blog nicht gelesen haben…
Heute sah ich den ersten Süchtigen seiner Art.
Er stand vor der (noch) geschlossenen Lottoannahmestelle und murmelte vor sich hin:
"Ich brauch' jetzt unbedingt ein Los! Wenn ich nicht sofort ein Los kriege, dann dreh' ich durch. Ich will sofort ein Los von "Aktion Mensch" kaufen!"
Der ist bekloppt, dachte ich und hielt geziemenden Abstand zu ihm.
Ich muss sagen, ich bin ja eigentlich unpolitisch, außerdem bin ich nur begrenzt intelligent, aber dieser neue "Glücksspielstaatsvertrag", der ist so dämlich, dass sogar ich träge Nuss ihn ablehne - und das obwohl ich überhaupt kein Lotto spiele...
Bis jetzt mussten die Einnahmen der staatlichen Lotterien zu einem großen Teil für die Sportförderung in Vereinen und für wohltätige Zwecke verwendet werden. Das ist eine tolle Idee, aber... das Bundesverfassungsgericht hat diesen Staatsvertrag gekippt, aus was für Gründen auch immer. Wahrscheinlich haben Spielkasinos und andere private Glücksspielorganisationen dagegen geklagt, dass für diese Art von Staatslotterien unbegrenzt Werbung gemacht werden durfte, im Gegensatz zu Spielkasinos u.s.w., wo die Spielsucht ganz offen zu erkennen war. Und das Bundesverfassungsgericht ist natürlich voll drauf abgefahren von wegen Gleichheitssuchtprinzip.
Die Länder (speziell NRW) mussten sich was neues einfallen lassen - und tatsächlich: Man entdeckte die Lottosucht, die natürlich nur unter staatlicher Aufsicht toleriert werden kann. Und natürlich darf man Gewinne, die aus einer Sucht heraus entstehen, nicht für so einen Firlefanz wie "wohltätige Zwecke" ausgeben, nein, man sollte sie sich als Bundesland voll einstecken und damit machen können, was man will. Auch wenn durch mangelnde Werbung (weil es ja als Sucht gilt) weniger Umsätze zu erwarten sind.
Schade für die Sportvereine, schade für die anderen wohltätigen Zwecke...
Es war einmal eine junge Frau, die irgendwie immer an die falschen Männer geriet. Sie heiratete und musste feststellen, dass der Ehemann die Hand auf ihr sauer verdientes Geld legte, es für sich beanspruchte und es für allerlei Firlefanz ausgab. Sie trennte sich schweren Herzens von ihm.
Nach kurzer Zeit fand sie aber eine neue Liebe. Wieder heiratete man, und ihr Glück war am Anfang vollkommen. Aber sie muste feststellen, dass dieser Mann ihr nicht treu war, er betrog sie mit allen möglichen Flittchen und Nichtflittchen, und obwohl sie immer hoffte, dass er sich ändern würde, passierte das nie. Also trennte man sich, und sie war mit 24 Jahren eine zweimal geschiedene Frau, was in ihrer Firma betuschelt wurde. Vor allem bei den Frauen galt sie als Schlampe, möglicherweise war man auch eifersüchtig auf sie, denn sie war sehr hübsch mit ihren schräggestellten katzenhaften Augen, ihrem üppigen Mund und ihrer guten Figur.
Sie lernte, sich aus diesen Angriffen nichts zu machen, und sie hatte sich damit abgefunden, vorerst den Männern abzuschwören, obwohl sie sich über alle Maßen ein eigenes Kind wünschte. Unsicherheit und Mißtrauen hatten von ihr Besitz ergriffen.
Eines Tages fing ein neuer Azubi in der Firma an. Er war stattlich und großgewachsen, und die Weiber in der Firma himmelten ihn alle an, vor allem ein weiblicher Azubi machte regelrecht Jagd auf ihn.
Er aber hatte sich beim ersten Blick in die junge zweimal Geschiedene verliebt, die zwar fünf Jahre älter war als er, aber das bedeutete ihm nichts. Er machte ihr auf altmodische Art den Hof. Zuerst lächelte sie darüber und nahm seine Werbung nicht ganz für voll, obwohl sie ihn verdammt anziehend und auch unheimlich lieb fand.
Eines Tages jedoch schenkte er ihr eine kleine hölzerne Wiege, die ein Symbol für sie sein sollte. Sie verstand, und sie war besiegt. Sie verlobten sich und heirateten, kurz nachdem der Azubi seine Ausbildung beendet hatte.
Niemand kann sich vorstellen, wieviel gemeines Zeug geredet wurde, wieviele Befürchtungen laut wurden, wieviele Verwünschungen erklangen und wieviel Pech man insgeheim dem Brautpaar wünschte.
Auch die Familie des nunmehr Ex-Azubis – es war eine sehr wohlhabende Familie, allerdings ohne viel familiäre Bande - begrüßte diese Ehe absolut nicht. In der Familie der jungen Frau allerdings fühlte er sich wie zu Hause und fand dort die Wärme, die er bei seinen eigenen Eltern immer vermisst hatte. Man suchte sich neue Jobs außerhalb der Firma, und nach kurzer Zeit kam ein kleines Mädchen auf die Welt, dann ein zweites.
Die symbolische Wiege war Wirklichkeit geworden, und sie waren glücklich, die beiden, als Paar und als Familie.
Sie waren immer noch glücklich, als man bei ihr Brustkrebs feststellte – mit allen schlimmen Konsequenzen, aber sie überlebte es. Sie überlebten es beide, und es konnte ihre Beziehung nicht zerstören, sondern nur noch mehr festigen. Mittlerweile leben sie fünfzehn Jahre zusammen, und es dauert immer noch an – vielleicht bis sie gestorben sind...
Ich habe euch angelogen. Dieses Märchen ist natürlich frei erfunden.
In Wirklichkeit ist es eine Love-Story, die tatsächlich passiert ist und die immer noch passiert, sie hat über den Alltag und die Krankheit gesiegt . Sorry, aber ich bin heute ein wenig sentimental drauf, und diese Geschichte hat wirklich nichts zu bedeuten.

vor allem Donnerstags von 11.00 bis 19.00 Uhr...
Dieser dämliche Ohrwurm! Und das nur, weil ich beim Einkaufen die BILD-Zeitungs-Schlagzeile las:
Diese 10 Worte werden in Deutschland aussterben!
Ich beugte mich also herunter und las unter anderem: "HOLDE MAID"... Tja, und seitdem war er da, der Ohrwurm, nämlich:
SCHÖNE MAID,
HAST DU HEUT FÜR MICH ZEIT,
JODIJODIJOHOO...
Und ich kriegte ihn nicht weg, den Ohrwurm, er hatte sich in meinem Gehirn eingenistet mit sämtlichen blöden Trommeleien!
Als ich dann nach Hause kam, setzte sich der Ohrwurm fort, denn er erwartete mich in Form eines Briefes von einer anderen schönen Maid. Was für ein irrer Zufall! Sie will mich nämlich anpumpen, schickt mir einen Brief, obwohl wir am Samstag noch zusammen in der Stadt waren. Sie hat erst seit kurzem wieder einen Job, so ein Halbtags-Viereuroding, hat aber eigentlich noch nie vorher richtig gearbeitet, und deswegen kann ich mir auch nicht vorstellen, dass sie... Natürlich ist sie arm dran, knappst herum und so... Aber ich habe schon so viele schlechte Erfahrungen beim Verleihen von Geld gemacht, eigentlich habe ich die Nase voll... Da würde ich es ihr lieber schenken, aber natürlich nicht die volle Summe...
WIR SINGEN TRALLALLA
UND TANZEN HOPPSASSA,
JODIJODIJOHOO...
Also ersteinmal: kennt jemand vielleicht noch diese magnetischen Hundchen? ich finde leider kein Bild von denen und musste mir selbst eins basteln:

Aber zum Thema: Ich bin kein Hundetyp, kenne mich schlecht mit den Tierchen aus und habe einen Heidenrespekt auch vor den kleinsten, denn auch die kleinsten mögen mich nicht. Das vermute ich mal so.
Zum Beispiel als ich vor Jahren in einer Kneipe saß und neben mir ein Tippelbruder (Nichtsesshafter) Platz nahm mit seinem Dackel... Ich wollte nett zu dem Hund sein, beugte mich herab, sagte Dutzidutzi und streckte ihm langsam meine Hand hin, damit er Witterung aufnehmen konnte. Das hatte ich mal irgendwo gelesen.
H A C K!!! Und dieses Mistvieh beißt mir in den kleinen Finger! Aber so richtig mit Schmackes, dass mir gelb und grün und flau vor Augen wurde. Man reichte mit ein Glas Wodka, nicht zum Trinken sondern zum Desinfizieren. Seitdem habe ich zu kleinen Hunden ein leicht gestörtes Verhältnis. Zu großen sowieso, denen gehe ich angstvoll aus dem Wege. Und Wodka mag ich seitdem auch nicht mehr.
Oder dieser niedliche Scotch Terrier, dessen Besitzerin mich standhaft NICHT grüßt und die ich standhaft auch NICHT wiedergrüße (logisch)... Dieser kleine Köter bellt mich an! Unglaublich... Aber vielleicht hat er mitgekriegt, dass ich sein Frauchen, welches aussieht wie eine Mischung aus glotzendem Vogel und verkniffener Maus, nicht ausstehen kann. Früher hat er mich NICHT angebellt. Kann aber dran liegen, dass er schon des öfteren erneuert wurde, denn so lange lebt kein
Schwein Hund.
Oder dieser streitsüchtige Kerl, ich nenne ihn das "kleine Puschelhöschen... Er sieht eigentlich nett aus und ist wohl ein Spitzmischling. Wenn der mich schon von weitem sieht, fängt er an zu röcheln und zu geifern, er wirft sich auf den Rücken und windet sich in Krämpfen. Er hofft wohl, dadurch länger zu werden, um mich in die Waden beißen zu können. Erinnert mich irgendwie an diesen seltsamen Kampf im Jahre 1976 zwischen Muhammad Ali und dem japanischen Catcher Inoki, denn der kroch auch auf dem Rücken liegend herum, um Muhammad Ali in die Beine
beißen treten zu können.
Auch die Besitzer von dem "kleinen Puschelhöschen" grüßen mich nicht, aber die grüßen sowieso keinen. Gnädigerweise fällt das Hundchen nämlich jeden an - nicht nur mich. Und das beruhigt mich irgendwie.